Bobo in the white wooden houses

Aufbruchstimmung, alles sollte anders sein.

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Bobo in the white wooden houses

Kurze Rückblende. Anfang der Neunziger Jahre sorgte eine Ostberliner Indieband für Furore. Ihr selbst produziertes Album wurde unter der Schirmherrschaft  Renner/ Husemann (heute Motor) sogleich „Major“ veröffentlicht, mit ihrem Hit „Hole in Heaven“ war die Band Bobo in White Wooden Houses in aller Munde.

 

Auftritte im Vorprogramm von Billy Bragg und John Cale, ein Hauch der weiten Welt. Bald füllten sie selbst große Hallen. Aber dann musste die Band den Verlust ihres Gitarristen  betrauern und alles wurde anders.

 

Das nächste Album wurde von Moses Schneider (Beatsteaks) & Ben Lauber produziert, man reiste nach England, Mitstreiter von Prodigy saßen am Mischpult- mit „Cosmic Ceiling“ brach für Bobo eine neue Zeit an. Weg vom Folkpop, hin zu Electrobeat und Ambient. Aufbruchstimmung, alles sollte anders sein.

 

Nachdem sie dann 1996, mit dem London Session Orchestra unter der Leitung von Wil Malone, ihr bis dahin reifstes Album veröffentlicht hatte, wurde es plötzlich ruhig um sie.

Es schien, als hätte Bobo die Fensterläden ihrer weißen Holzhäuser lange Zeit nach innen geklappt: Im Radio hörte man ihre Stimme derweil als Rammsteins „Engel“ oder auf verschiedenen Dancetracks von Blank&Jones.

 

Auf die Frage, wo sie denn all die Jahre gesteckt hat, würde sie vermutlich antworten: in den White Wooden Houses natürlich! Und damit wäre ihre ganz eigene Welt gemeint, die auch in den Jahren, in denen man nicht viel von ihr gehört hat und in denen es aus diesen und jenen Gründen schwer war, überhaupt etwas zu veröffentlichen, ungebrochen vom Spirit der Musik genährt war.

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