Malakoff Kowalski

„Der Pianopoet. Ein Meister der Behutsamkeit.“ (DIE ZEIT)

INFO

Nach überragenden Kritiken und ausverkauften Konzerten im letzten Jahr, allein drei Mal in der Hamburger Elbphilharmonie, sowie der Aufnahme eines neuen Albums, das 2019 vorgestellt wird, steht für Malakoff Kowalski weiterhin alles im Zeichen seiner Soloklaviermusik.

 

Malakoff Kowalski, bürgerlich Aram Pirmoradi, wurde als Sohn persischer Eltern in Boston geboren, ist in Hamburg aufgewachsen und lebt heute in Berlin. 2009 kam sein erstes Solo-Album „Neue Deutsche Reiselieder“ heraus. Über das 2012 erschienene Album „Kill Your Babies — Filmscore For An Unknown Picture“ schrieb die SZ: „Ein Album voller melancholischer Songskizzen. Als hätte er die Stücke aus einer verkratzten Kopie eines Nouvelle-Vague-Films herausgeschnitten.“ 2015 wurde „I Love You“ veröffentlicht – eine Mischung aus Jazz, Songwriter- und Filmmusik.

 

Auf dem aktuellen Album „My First Piano“ sind zehn Klavierstücke zu hören. Der Spiegel urteilt: „Überraschend leise Töne. Kowalskis Musik ist im guten Sinne absolut abstrakt, ihr fehlt jede Anspielung auf irgendwelche Dinge der äußeren Welt, er erzählt musikalische Short Stories, die bei jedem Hörer vollkommen andere Assoziationen auslösen werden. Von Stück zu Stück schraubt sich seine Musik tiefer ins Hirn. Ist das Klassik, ist das Jazz, ist das Pop? Man weiß es nicht, aber man kann danach süchtig werden. Man kann sich in diesen Klang verlieben.“ Das Baby-Foto am Klavier, das auf dem Plattencover zu sehen ist, war eine zufällige Entdeckung in einem alten Familienalbum. Kowalski machte sich auf die Suche nach dem verschollenen Klavier aus seiner Kindheit und holte es nach dreißig Jahren zu sich zurück nach Berlin. „In meinen frühesten Erinnerungen liege ich eingerollt unter dem Klavierhocker und höre meiner Mutter dabei zu, wie sie mir Bach, Brahms und Schubert vorspielt. Es gibt nicht viele Orte oder Dinge, die sich für mich anfühlen wie zuhause. Unsere Familie ist über die ganze Welt verstreut – ich kenne es nicht anders. Aber mein altes Baby-Klavier wieder bei mir zu haben, mit den elfenbeinweißen abgerundeten Tasten, den verzierten Schalllöchern und dem ungepolsterten Hocker, genau wie früher – das alles fühlt sich ein wenig an wie zuhause.“

 

Kowalski wirkt auch als Film- und Theaterkomponist. Seit Jahren arbeitet er eng mit dem Filmregisseur Klaus Lemke zusammen. Seine Bühnenmusiken für „Parzival“ und „Faust“ führten ihn ans Schauspielhaus Köln und ans Staatstheater Stuttgart. Im Kino war Kowalskis Klaviermusik zuletzt in dem Film „Euphoria“ zu hören: ein Drama mit Alicia Vikander, Eva Green und Charlotte Rampling in den Hauptrollen. Im Solokonzert wird Malakoff Kowalski am Flügel das gesamte Album „My First Piano“, Teile der letzten zwei Platten sowie Auszüge aus seiner kommenden Veröffentlichung vortragen.

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