Veronica Fusaro

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Beim Gedanken an einen „Beach“ dürften vor den Augen der meisten Leute ein ähnliches Bild aufsteigen: azurblaues Wasser, Sand so weit das Auge reicht, ein paar Palmen sowie eine Bar, die exotische Cocktails und Garnelen vom Grill serviert. Nicht so Veronica Fusaro. Mit ihrer feinen Antenne für die Nuancen der Gefühle nimmt sie den Strand zum metaphorischen Ausgangspunkt für ihre Überlegungen zu einer Beziehung, in die man sich nicht aus Liebe, sondern auf der Suche nach einer Ablenkung vom Grau des Alltages gestürzt hat.

 

Wie schon die meisten Lieder auf der EP „Sunkissed“ (2019) hat Fusaro auch „Beach“ wieder im Studio daheim in Thun als Demo aufgenommen. An der Seite von Produzent und Arrangeur Paul O’Duffy fügte sie der Aufnahme ein paar neue Farbtupfer hinzu und gab ihr den letzten Schliff. O’Duffy darf unter vielen anderen Amy Winehouse und Dusty Springfield, aber auch Ian Dury, John Barry und Was (Not Was) zur Kundschaft zählen. „Wir haben uns von Anfang an grossartig verstanden“, berichtet Fusaro. „Mit der seither entstandenen Freundschaft hat sich dieses Verständnis noch vertieft.“

 

Mit „Beach“ steuert Fusaro auf ein organisches Instrumentarium zu. Auch habe sie in letzter Zeit so richtig die jazzigen Klänge von Italien, der Heimat ihres Vaters, für sich entdeckt. Besonders angetan haben es ihr die Big Bands aus den 1950er Jahren mit der Stimme des allzu früh verstorbenen Herzensbrechers Fred Buscaglione sowie die bittersüsse Party-Stimmung von Federico Fellinis „La Dolce Vita“. „Wer weiss, vielleicht ist der Geist dieser Musik ja bei der neuen Single ein bisschen herauszuspüren“, schmunzelt sie. „Beach“ markiert den Beginn einer Singles-Reihe, mit der Fusaro quasi fliegend die Reise Richtung Debut-Album dokumentieren will.

 

Veronica Fusaro kannte niemanden im Musikgeschäft als sie sich mit 18 Jahren für den Talentwettbewerb „Demotape Clinic“ am Zürcher Musikfestival m4music anmeldete. Prompt ging sie als Siegerin vom Platz. Der Erfolg brachte ihr die Bestätigung, dass der Traum vom Dasein einer Vollblutmusikerin kein Traum bleiben musste. In den seither verstrichenen vier Jahren hat die in Thun lebende Künstlerin drei EPs und eine Reihe von Singles veröffentlicht. Dazu hat sie mit nahezu 500 Shows gezeigt, dass ihre Stimme in intimen Klubs genauso zuhause ist wie auf den Festival-Bühnen von Glastonbury, Blue Balls oder Moon & Stars Locarno.

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