Aud Syn
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AUD SYN wird als Ole Brandt In Braunschweig geboren. Seine Eltern sind Biologen, sein Vater ein absoluter Musikfan. Als sie sich trennen wächst Ole zum Teil bei seinem Vater in Braunschweig auf, mit der Mutter lebt er eine Weile in Sydney. Sein Vater schenkt ihm die erste Gitarre mit etwa 10 Jahren und von da an spielt er; nimmt Klavier- und Schlagzeugunterricht, ist Gitarrist in diversen Bands. Dabei probiert er sich durch sämtliche Genre: Von Metal, Postrock und Alternative bis er als Singer- Songwriter beginnt, auch eigene Songs zu schreiben. Die Gitarre wird entfremdet, die Musik elektronischer, poppiger und mittlerweile ist sie eine Mischung aus Hiphop und Singer-Songwriter, der man hier und da die Wurzeln im Indie anhört. Die musikalischen Einflüsse sind auch in den Texten noch spürbar; die sind nicht gerade straight forward, wie im HipHop üblich. Sie entstehen zwar aus persönlichen Erfahrungen, diese verschachtelt und verpackt AUD SYN aber so gekonnt, sodass sie kaum als solche zu erkennen sind. Seine Texte sind durchdacht, nüchtern beschriebene Momentaufnahmen, Fragen, ein Gespräch – in dem sich jede:r wiederfinden kann. Es geht Ole nicht darum, Geschichten zu erzählen, sondern vielmehr um Gefühle und eine bestimmte Stimmung zu transportieren: „Die Texte sind dann manchmal wie durch einen Mixer gedreht. Das sind bestimmte Gedanken, aber die möchte ich unkonkret genug ausdrücken, damit man da noch was rein interpretieren kann.“ 2016 erscheint seine erste EP LONR unter dem Namen AUD SYN. Nebenbei studiert er Biologie. Und obwohl klar ist, dass es am Ende die Musik sein wird, schließt er das Studium in Braunschweig ab. Nach zwei Jahren in Hannover zieht er mitten in der Pandemie im Herbst 2020 nach Berlin, wo er unter anderem auf Bearcubs und Noah Klein trifft und in Kollaboration an einer neuen Veröffentlichung arbeitet. Die neue EP XXX beschreibt AUD SYN als eine Art Tagebuch. Alle Tracks entstehen zwischen Herbst 2020 und Herbst 2021. Es geht um Großstadt, Erschöpfung, das Auseinandersetzen mit sich selbst und „ein Gefühl wie an einem Katertag, wenn man draußen rumläuft. So ein bisschen mellow aber entspannt. Man hat auf einer Hausparty übernachtet und bereitet am nächsten morgen Frühstück vor.“ Die Pandemie macht die Musik introvertierter und langsamer, es ist alles nicht mehr so tanzbar. Mit tanzen ist in Coronazeiten eh nicht viel. Und so, wie sich die Art ändert Musik zu konsumieren, tut es auch die Musik selbst. Eine Entschleunigung, die die EP deutlich prägt. Neu ist auch, dass jeder Song in Kooperation entstanden ist, im Gegensatz zum Debüt, das AUD SYN größtenteils allein produziert hat. „Die Songs sind sehr divers. Einfach aus dem Grund, dass ich Musik mit anderen Menschen gemacht habe. Und das finde ich schön.“ Jeder Song steht für sich, klingt irgendwie anders. Aber die Stimme und die Texte von AUD SYN und auch diese bestimmte Stimmung ziehen sich durch die sechs Tracks und machen XXX zu einer runden Platte. Die Themen, Stimmung und Gefühle, kennt wahrscheinlich jede:r: In Daydream „geht so ein bisschen darum, dass wenn man eine Weile in einer Stadt ist, man immer die gleichen Leute sieht, man das Gefühl hat, es wiederholen sich immer die gleichen Muster. Und dann darum, einfach mal wegzufahren und mal was zu sehen was schöner ist. Ausbrechen aus dem normalen Städtealltag.“ Verloren im Städtealltag ist auch Burlesque. Es geht um Onlinedating und wie es eigentlich auch traurig und irgendwie einsam macht. Man trifft viele Leute aber niemanden so richtig. Cold Lanes ist die erste gemeinsame Produktion von AUD SYN und Bearcubs, der auch bei Reckless mitgewirkt hat. „Das hat mir insofern viel bedeutet, weil ich schon Fan von seiner Musik war.“ Zusammen schaffen die beiden auch hier dieses mellow Gefühl: vom Nachts herumstreunern, nach dem Feiern nach Hause kommen. Nachtleben und die Erschöpfung davon. Das Reflektieren des eigenen Lebensstil. Beim Rumhängen mit Noah Klein kommt es spontan zum Track Feel Smth. Der „fast schon sehr grungeige“ Song lebt neben Vocals von AUD SYN auch von denen der Newcomerin Airwaves are my Cigarets. Auch der letzte Song der Platte Black & Grey entsteht spontan, als ein Kumpel auf der Couch nebenbei auf einer Gitarre herumspielt. AUD SYN schneidet mit, nimmt ein Riff und baut den restlichen Track um genau die nebenbei dahingespielte Aufnahme. Alle Songs sind in Berlin entstanden. Und obwohl sich leicht mit Themen und Gefühl der EP identifizieren lässt, ist sie ziemlich persönlich: „Die ganze Platte ist zusammengekommen in meinen ersten 12 Monaten in Berlin und wenn ich die Songs höre, ist das wie wenn man ein Parfum benutzt, was man vor ein paar Jahren mal hatte. Ich erinnere mich dann daran, wie ich mich gefühlt habe. Das wirft einen dann wieder zurück in diesen Abschnitt von diesen 12 Monaten “.

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